Gastbeitrag von Managerin Janina Kugel zur Frauenquote: "Weiter so" ist keine Option

"Kein einziges Großunternehmen in Deutschland wird von einer Frau geführt oder erreicht einen Frauenanteil von 30 Prozent", kommentiert Janina Kugel. "Woran es augenscheinlich fehlt, ist der Wille. Stehenbleiben und verharren können nur die, denen nichts fehlt. Frauen gehören nicht dazu."

           

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"Stehenbleiben und verharren können nur die, denen nichts fehlt. "
Und wenn es denn so ist? Warum sollten Männer, welche an der Macht sind, Frauen in Führungspositionen zulassen, wenn ihnen diese nicht fehlen?

Zwischen Ausnutzung von Frauen in prekären Verhältnissen und unabhängigen, gut ausgebildeten Frauen mit Führungsansprüchen gibt es eine tabuisierte Grauzone von Frauen, welche sich dessen wohl bewußt sind, dass sie nicht in erster Linie aufgrund ihrer überlegenen Intelligenz eine gute Partie abgeben.
Dieser verinnerlichte und industriell geförderte Sexismus hat dazu geführt, dass rationale Persönlichkeiten Menschen mißtrauen, welche vornehmlich die Attraktivitätskarte spielen, solange es das eigene Alter und der Hormonspiegel des Gegenüber es noch erlauben.

In einer alternden Wohlstandsgesellschaft, in welcher noch vielgeschmähte alte weiße Männer das Sagen haben, wird es nicht mehr lange dauern bis Frauen sich doppelt beweisen können, ob sie ihrem Führungsanspruch gerecht werden und wie sich sich unter ihresgleichen behaupten werden.

Es ist nicht auszuschließen, dass sich dann zeigt, dass Machterhalt keine geschlechtsspezifische Merkmale hat
und Frauen ihrerseits keine Männer mehr an die Macht lassen wollen werden.


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