EU-Mission: Türkei verhindert Bundeswehr-Inspektion auf verdächtigem Frachter

Bei der EU-Mission zur Eindämmung des Waffenschmuggels nach Libyen kommt es zum Eklat. Als eine Bundeswehr-Fregatte ein türkisches Schiff kontrollieren will, legt Ankara scharfen Protest ein.

           

https://www.facebook.com/derspiegel/posts/10159478919284869

Ich möchte den Verfasser des Berichts gerne etwas zum Verständnis fragen: Die EU möchte "illegalen Waffenhandel" verhindern. Wann ist ein Waffenhandel als illegal anzusehen? Nach meinem Verständnis doch, wenn der Handel nicht mit der amtierenden Regierung unter Einhaltung der örtlichen Gesetze erfolgt. Oder können Drittstaaten (unabhängig davon welches konkrete Land betroffen ist) bestimmen, was sie als "illegal" qualifizieren wollen. Mit welchem Recht ist die EU überhaupt dazu legitimiert, Handel nach Libyen oder sonst wo zu unterbinden.
Ich möchte mit meinen Fragen nur klarstellen, dass der Bericht völlig subjektiv verfasst wurde und scheinbar nur dazu dient wieder einmal zu polarisieren. Wenn eine Legitimation zur Durchsuchung des Schiffs bestanden hätte, hätte sich doch die Türkei vergeblich wiedersetzt und die Durchsuchung hätte stattgefunden. Dass die Bundeswehr ohne Protest abgezogen ist, zeigt doch, dass sie keine Berechtigung hatte und es sich um eine freiwillige Kooperation handelt. Wenn die Interessen aber divergieren, warum sollte dann der betreffende Staat kooperieren? Macht die EU doch an anderer Stelle auch nicht. Ich möchte erwähnen, dass es mir hier nicht um die konkrete Durchsuchung geht, sondern ich möchte nur darauf hinweisen, dass der kleine Zwischenfall auch noch durch Eilmeldung etwas zu sehr aufgeblasen wurde.


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