Kinderrechte ins Grundgesetz: Union und SPD finden nach langem Ringen einen Kompromiss

Die Aufnahme von Kinderrechten ins Grundgesetz wird von Kinderschutzverbänden seit Jahren gefordert.

           

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Es geht hierbei nicht so sehr um Menschenrechte oder Kinderrechte; die sind in Chartas definiert und ohnehin übergeordnet bindend. Es geht darum wie und von wem das Kindeswohl definiert wird. Das Recht auf Entwicklung zu einer eigenverantwortlichen Persönlichkeit klingt zwar banal und selbstverständlich, kann aber beliebig eng gefasst werden im Kontext der Herausforderung einer immer komplexer werdenden Welt von morgen, in welcher sich diese zukünftigen Erwachsenen werden behaupten müssen. Und die traurige Realität ist nunmal, dass diese Kinder eine wachsende Zahl von Alten werden stemmen müssen. Unsere Gesellschaft kann sich schlicht nicht leisten wenn zu viele Mitglieder dieser zukünftigen Generationen in finanzielle Abhängigkeit geraten oder unfähig sind wiederum ihren Kindern das nötige "Rüstzeug" mit auf den Weg zu geben.
Und ebenso traurig ist die Tatsache, dass die Möglichkeiten des Staates zur Schaffung von Chancengleichheit Grenzen hat, wenn familiäre Voraussetzungen schlicht nicht gegeben sind. Kinder haben es schwerer wenn z.B. zuhause kein deutsch gesprochen wird, oder die einzige Stimulation aus der Glotze oder dem Handy kommt. Besteht da nicht schon die Gefahr, dass hier dem Wohl des Kindes nicht ausreichend Genüge getan wird? Unionspolitiker wie Horst Seehofer wissen nur zu gut wie leicht dieser Gedanke zur Diskrimierung verführt, verfallen sie diesem doch selbst in unangenehmer Regelmäßigkeit.

P.S.: Dass im Wortlaut der Hinweis auf die Freiheit der Entwicklung fehlt finde ich auch bestenfalls misslungen.


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