Sturm auf US-Kapitol: Donald Trump verdient beim Amtsenthebungsverfahren keine Milde – Kommentar

Der scheidende US-Präsident sollte für seine Angriffe auf die Demokratie bestraft und geächtet werden. Sonst droht dem Land die nächste Krise.

           

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Also, abgesehen davon das dieser Artikel reißerisch und unglaublich eindimensional verfasst ist, finde ich die Bezeichnung „Putchversuch“ sehr problematisch.
Eine Gruppe von ein paar hundert Menschen vor dem Kapitol und im Gebäude, welche aufgewiegelt wurden, von wem auch immer, sind kein Putch. Auch, wenn diese teilweise bewaffnet waren. Die USA haben ca. 1,3 Millionen aktive Soldaten, hinzu kommen fast 900.000 Reservisten und dazu kommen rund 1,2 Millionen Polizisten zuzüglich der Bundespolizeieinheiten.
Da erscheint es recht fraglich, ob die Gruppe an Demonstranten, welche ins Kapitol eindrangen einen Putch, unter der Führung des US-Präsidenten führen wollten.
Man mag von Trump und seiner Politik halten, was man wolle, aber eine Gefährdung des US-Amerikanischen Staates zu fabulieren, ist doch recht weit hergeholt. Das die USA tief gespalten sind, liegt nicht allein an der republikanischen Präsidentschaft. Diese Spaltung der Gesellschaft hat ihre Wurzeln bereits viel früher und sie liegen, wie in jedem kapitalistischen Staat, in der Ungleichbehandlung des Volkes. Ein Blick in die USA könnte ein Blick in die Zukunft der BRD sein, denn auch hier ist das Volk gespalten und giert nach Veränderung und Wandel.
Daher ist es, aus Sicht der Regierenden, verständlich das sie das Geschehen in den USA mit Sorge betrachten und bereits daran arbeiten, ihre Symbole der Macht stärker abzusichern.


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