Beschluss der Kultusminister: Abschlussprüfungen sollen nicht ausfallen

Zum jetzigen Zeitpunkt sei eine Absage von Prüfungen nicht notwendig, erklärt die Kultusministerkonferenz der Länder.

           

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Stunde Null der nächsten Infektionswelle.

Wir zwingen Tausende junge Menschen mit dem engen ÖPNV zur Schule, damit sie dann im Mindestabstand Prüfungen schreiben. Eine Ansammlung der Schüler nach der Prüfung, wo üblicherweise untereinander ausgetauscht wird, wie die Klausur beim Einzelnen verlief, entfällt natürlich... zumindest in der Theorie.

Danach karren wir die jungen Menschen wieder in alle Himmelsrichtungen nach Hause, wo die Familien schon warten.

Zur Hauptsache fiel die Entscheidung der Kultusministerkonferenz (KMK) in einer Telefonkonferenz aus dem warmen, sicheren Zuhause.

Wie hoch ist die Dunkelziffer von jungen Infizierten, die symptomfrei sind und an diesen Prüfungen teilnehmen werden? Das weiß wohl niemand in dieser Konferenz aber das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit dieser jungen Menschen scheint im vorliegenden Fall wohl nicht zu überwiegen, sonst wäre solch eine Entscheidung niemals zu verantworten. Das Risiko besteht aber nicht für die Entscheidenden, sondern nur für die Schüler.

Wie lässt sich diese Entscheidung nun vermitteln? Wie ernst die Lage ist, wird jedes dieser Kinder auf Grund der aktuellen Einschränkungen wissen. Die Angst, jetzt gezwungen zu sein, an solch einer Massenveranstaltung teilnehmen zu müssen, scheint schwer zu ertragen im Vergleich zu dieser Telefon-Entscheidung, betrifft es doch nur andere, die dazu verdonnert werden.


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