Kommentar zu Arbeitsbedingungen in Fleischfabriken: Ausbeutung als Geschäftsmodell

"Osteuropäische Arbeiter sind für Schlachtunternehmen nicht mehr als menschliche Verschiebemasse: Sie leben in heruntergekommenen Sammelunterkünften oder in Verschlägen. Mal werden sie an diesem, mal an jenem Standort eingesetzt."

           

https://www.facebook.com/derspiegel/posts/10158937495814869

Dieses Geschäftsmodell der Ausbeutung wurde im übrigen in der Zeit des SPD-Kanzlers Schröders installiert und Jahrzehnte als „Erfolgsmodell Deutschland“ verkauft.

Jetzt tut man so, als würde der Herr Heil - ebenfalls SPD - etwas ganz Großes tun.

Das ist Heuchelei pur!

Und die Medien mit ihren qualifizieren Journalisten mischen fleißig mit in dieser seltsamen Meinungsbildung.

Die Probleme sind weder neu, noch waren sie unbekannt.

Und ehrlich: sie werden sich auch nicht ändern.

Außerdem ist nur die Sprache von Werkverträgen.... was das nun mit der Unterbringung selbst zu tun hat, erschließt sich wahrscheinlich nur dem Minister.

Auch ob es sich wirklich bei denen dann um „Werkverträge“ handelt, bleibt mal auch eher zu bezweifeln.


“Ausbeutung als Geschäftsmodell“
Ausbeutung ist in der Marktwirtschaft immer das Geschäftsmodell!

Ohne Ausbeutung kein Profit, völlig egal, wie hoch der Lohn ist und welche Bedingungen den Arbeitenden zugemutet werden. Profitabel sein müssen sie.
Ausbeutung ist keine moralische Kategorie, sondern eine ökonomische.
Wenn die Ausbeutung der Arbeitskraft der Beschäftigten sich nicht lohnt, also der Verkauf des Arbeitsprodukts nicht mehr Geld einbringt als das Zahlen der Löhne, der Arbeitsmittel zur Umsetzung der Arbeitskraft etc. gekostet haben, war die ganze Produktion für die Katz.

Dass der Lohn eine zu senkende Kost ist, jeder gesetzlich noch erlaubte (und manchmal auch darüber hinaus) kostensenkende Scheiß ins Futter gemischt wird, ewige Transportwege mit riesen Co2 Ausstößen und Tierstress betrieben werden, um Kosten zu sparen, die Umwelt als kostenfreie Müllkippe verwendet wird, dass möglichst viel gearbeitet werden soll in der bezahlten Zeit, inklusive Stress und Burnout und in der Packung am Ende dann irgendwann nur noch 90 statt 100 Gramm Dreck drin sind, sind halt Konsequenzen aus dieser ganz normalen Rechnung, die es in genau -jeder- Branche gibt, weil alle in Konkurrenz gegeneinander um Marktanteile und die Kaufkraft der lohnabhängigen Massen konkurrerieren, die mit ihren oft entsprechend mickrigen Gehältern dann den Mist kaufen müssen, der Produkt ihrer Ausbeutung ist.

Dass da manche Branchen besonders schlimm bei wegkommen und in übergroßem Maße selbst den gesetzlich erlaubten Rahmen in Sachen widerlichen Umgang mit den Arbeitenden noch sprengen, umgekehrt manche Fairtrade-Bio-Oma Hilde Betriebe den etwas gehobeneren Geldbeutel ausnutzen und das ein oder andere Tier oder lohnabhängiges Menschlein da ein besseres Leben haben, ist richtig, bestätigt aber nur die Regel in dieser tollen Marktwirtschaft.


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